Zum Inhalt

Projektabschluss „Schulische Integration neu zugewanderter Kinder“

-
in
  • News
  • Projekte
Bild indem steht, dass das SIGN Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde. © AdobeStock​/​H_Ko

Das durch MERCUR geförderte Verbund-Projekt „Schulische Integration neu zugewanderter Kinder“ wurde nach dreieinhalbjähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Ziel des in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und Ruhr-Universität Bochum durchgeführten Projekts war, Determinanten der schulischen Integration geflüchteter und neu zugewanderter Kinder zu identifizieren. Im Fokus standen Einflüsse individueller, familiärer und schulischer Faktoren auf die Bildungsteilhalbe und
-integration von Viertklässler*innen in der Metropolregion Ruhr. Für neu zugewanderte Kinder ergab sich gegenüber nicht selbst zugewanderten Kindern, unter Kontrolle kognitiver Fähigkeiten und des sozioökonomischen Status, eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit einer Gymnasialempfehlung, aber nicht des Gymnasialübertritts. Zudem bestanden zum Beispiel Disparitäten in der Lesekompetenz. Es zeigte sich, dass Unterschiede im Wortschatz eine zentrale Rolle für die Erklärung dieser Diskrepanzen spielen. Insgesamt betonen die Ergebnisse die Relevanz des Wortschatzes für den Schulerfolg in der Grundschule. Ein umfangreicher Wortschatz kann den Weg für eine erfolgreiche Bildungskarriere ebnen. Entsprechend ist die Förderung des selbigen insbesondere bei benachteiligten Gruppen von essentieller Bedeutung. Dabei konnte die Studie auch Ressourcen aufzeigen, die Anknüpfungspunkte für solche Förderung bieten können – so berichteten beispielsweise zugewanderte Kinder, signifikant häufiger gemeinsam mit ihren Eltern zu lesen als in Deutschland geborene Kinder. Einen ersten Einblick in die Ergebnisse und Handreichungen für Lehrkräfte finden Sie im IFS-Praxisportal unter: https://ifs.ep.tu-dortmund.de/praxis-videoportal/praxisportal/praxisbeitrag-wortschatz-warum-er-wichtig-ist-und-welche-rolle-das-lesen-von-texten-spielt-36127/